Vinitor

meine persönliche Weihnachtsüberraschung

Vinitor Weingut Zaiß

Verkostungsnotizen

Es war an Weihnachten, da macht man schon gerne mal eine besondere Flasche Wein auf.

Ich habe mich an Weihnachten für einen Vinitor entschieden. Ein großer Wein! Zu dem ich immer gesagt habe, daß er Zeit hat und die auch braucht, um seinen besten Genußmoment zu zeigen.

Anfangs, als er so frisch in die Flaschen gekommen ist, sind diese Empfehlungen für viele Kunden nur schwer nachzuvollziehen.

Der junge Wein schmeckt herb, wirkt eher pelzig und zusammenziehend im Mund. Man sagt, die Gerbstoffe sind adstringierend. Und man glaubt manchmal selbst nicht richtig dran.
Doch genau das und eine weitere Zutat ist es, was einem großen Wein sein Zukunftspotential verleiht.

Die weitere Zutat ist Zeit.
Zeit, in der man manchmal selbst ins grübeln kommt, ob man den Wein richtig ausgebaut hat, ob man es den Kunden richtig erklärt und vermittelt. Ich bin halt auch selbstkritisch.

Machmal fehlt auch die Zeit für Genuß. Auch wenn ich mir für eine Weinprobe mit Gästen gerne die Zeit nehme, so ist es doch anders, ob man diese moderiert oder entspannt teilnehmen darf. Für das Empfinden des Geschmacks braucht es aber Zeit, sich darauf einzulassen. Damit man alles wahrnehmen kann.

Die Überraschung für mich war groß:
Dichte lebendige dunkle Farbe, keine Anzeichen von Alterung; ein intensiver Duft nach Gewürzen und dunklen Fruchtaromen, ausgewogen und rund, auch im Geschmack. Jetzt, 11(!) Jahre nach der Ernte, sind auch die Gerbstoffe runder geworden und der Wein schmeckt füllig, aber nicht überladen und macht richtig Laune zum Genuß. Auch ohne Dekantieren. Ein Klassiker mit Potenzial für mindestens 5 weitere Jahre (vorsichtig geschätzt).

Der braucht sich sicher nicht vor internationalen Kameraden verstecken!
Und das Beste: Es gibt ihn noch zu kaufen.


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