Sommer 2018

Kurz vor der Weinlese

Mister Sebastian Sebastian Zaiß

Wie im letzten Newsletter schon berichtet, haben wir ja 2x innnerhalb eines Jahres Weinlese. Die Zeit, sich auf die Weinlese vorzubereiten, ist daher sehr kompakt. Das heißt die Arbeiten müssen in einem viel kürzeren Zeitraum vor sich gehen. Darum sind in diesem Jahr die Newsletter in etwas größeren Abständen zu Ihnen gekommen.

Wir berichten diesmal über den Verlauf im Weinberg,
von neuen Weinen
und von unserer Sommer- Aktion!


 

2018 - So ist bzw wird der Jahrgang

Für endgültige Prognosen ist es natürlich noch zu früh. Doch kann, auch aus Erfahrung, schon einiges über den Jahrgang vorhergesagt werden.
Es ist heiß und trocken. Bei uns in Schützingen sogar noch etwas trockener als andernorts. Bedingt durch die Lage, im Regenschatten der Nordschwarzwaldes, ziehen die Gewitter oft südlich im Enztal vorbei oder nehmen Ihrem Lauf nördlich von uns und durchqueren das Zabergäu.

So erreichen uns nur selten Gewitter, Starkregen oder gar Hagel hatten wir nicht. Leider aber auch noch nicht einmal normalen Regen. Meist nur ein paar Tropfen. So lässt sich hier bei uns für 2018 sagen, dass man früher im Gegensatz zu heute bei einem Regen noch nass wurde.
Kurz gesagt: Es ist sehr trocken bei uns in Schützingen. 

vor 4 Wochen

gab es schon die ersten Anzeichen für starken Trockenstress. Ohne Wasser geht halt nichts. Nicht beim Mensch und nicht bei der Rebe.

Damals hatten die ersten Reben schon fast alle Blätter verloren. Es ist zu befürchten, dass bei weiter anhaltender Trockenheit der ganze Rebstock abstirbt.

Die zei Bilder stammen nicht aus unseren Weinbergen.
Glücklicherweise können wir in unseren Weinberge bewässern und Ihnen so bestmögliche Qualitäten garantieren!

letzte Woche

Auch wenn kleine Wölkchen am Himmel zu sehen sind, geregnet hat's seither kaum. Nicht nur einzelne Rebstöcke, sondern manchmal schon beträchtliche Teile eines Weinbergs sind von der Dürre geschädigt.

Für Photosynthese braucht es mehrere Dinge. Manche haben wir im Überfluss, manche viel zu wenig. Genügend haben wir CO2 und auch Sonnenlicht. Hilft aber nichts, wenn das Wasser fehlt. Denn ohne Wasser kein Zucker. Und natürlich braucht es auch gesunde Blätter, in denen Photosynthese stattfinden kann. Nur dann kann Zucker gebildet werden, aus dem wiederum alle anderen wertgebenden Stoffe für einen Wein werden: Aromen, Säuren, Farb- und Gerbstoffe.

Steter Tropfen 

füllt den Wein!

Wein 2018

Kurz vor der Weinlese stehen unsere Weinberge sehr gut da. Die Trauben gut durchgefärbt oder auf dem besten Weg dorthin. Die späten Sorten haben ja noch einiges an Zeit, auch wenn möglicherweise im September oder Anfang Oktober die Lese großtenteils abgeschlossen sein wird.

Wenn der Rebstock keinen Wasserstress leidet, bildet er sehr hohe Zuckergehalte. Wir erwarten also hohe Mostgewichte, welche in °Oechsle gemessen werden.

Hohe Mostgewichte bedeuten aber auch hohe Alkoholgehalte im Wein. Der 2018er wird also was den Alkohol angeht etwas kräftiger ausfallen. Vor allem den Rotweinen dürfte das gut tun.

Die Hitze vermindert die Säuren im Wein. Ab Temperaturen in der Reifezeit von Über 20 °C wird die Apfelsäure schon in der Beere abgebaut. Die Weinsäure wird bei Temperaturen über 25 °C verringert. Beide Werte haben wir ja locker überschritten, so dass es Weine mit sehr niedriger Säure geben kann.
Säure ist aber immer auch ein Schutz für die Qualität, die Frische und die Haltbarkeit eines Weines. Ggf muss Weinsäure zugesetzt werden. Diese fällt zwar großteils sofort als Weinstein wieder aus, aber sie senkt den hohen pH-Wert ab. Die Chance, dass es ein guter Wein wird, ist deutlich erhöht.

Ob man Säure zusetzen darf oder nicht entscheidet übrigens als Erstes die Landesregierung! Erst danach darf der fachkundige Winzer entscheiden, was für seine Trauben bzw Wein gut wäre.

Gepflegte Weinberge für

Gepflegte Weine!

Wenn es natürlich ungepflegt oder auch einfach zu trocken ist, kann die Rebe ja keine Mineralien aus dem Boden aufnehmen. Hinzu kommt, dass mit steigender Zuckerproduktion ja auch die anderen Inhaltsstoffe zulegen. Fehlt es also am Wasser, so fehlt es auch am Geschmack. Es können Weine mit wenig Aromen entstehen und die auch geschmacklich nicht viel zu bieten haben. Oft werden solche Weine schnell alt. Und mit schnell meine ich sehr schnell. Also bereits in 4-5 Monaten macht sowas keinen Spaß mehr.

Unser Ziel ist das ganz sicher nicht. Darum kümmern wir uns intensiv um unsere Reben. Denn wir wollen Weine erzeugen, die Ihnen nicht nur heute Spaß machen, sondern deas ganze nächste Jahr und noch viel weiter darübr hinaus.
Bei einem Spaziergang durch die Schützinger Weinberge verstehen Sie, was wir mit den vielen Worten meinen.

Frühburgunder

Einer der Ersten der geerntet wird.

Oft wird das Jahr 2018 mit dem Jahr 2003 verglichen. Da war es noch etwas heißer, aber genau so trocken. In 2003 haben wir die Ernte am 18.8. gestartet. Dieses Jahr sind wir geringfügig später, aber es wird mit den frühen Sorten in den nächsten Tagen beginnen. Solange das Wetter mitspielt, reizen wir die optimale Qualität aus.

Was macht der junge Weinberg?

Die Ende April gepflanzten Reben sind prächtig gewachsen. Doch Sie brauchen Halt. Darum Haben wir die Metallpfosten eingeschlagen und am Ende der Rebzeilen Anker gebohrt, damit die Rebzeile stabil steht. Um dem Endpfosten an jeder Reihe den nötigen Halt zu geben, wird dieser einbetoniert.

So verankert

bleibt der Weinberg sicher die nächsten 30, 40 oder 50 Jahre bestens bestehen. Und die Drähte, die die grünen Triebe halten müssen, können gut gespannt diese Aufgabe übernehmen.

Beste Voraussetzungen


für eine große Zukunft!

Hier der fast fertige neue Weinberg, der bereits im nächsten Jahr, also im 2. Jahr, die ersten wenigen Trauben tragen kann.